Messestand: Welche Typen gibt es?

Elisabeth Treffler • 29. Januar 2019

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Für viele Unternehmen ist die Teilnahme an einer Messe ein wichtiger Vertriebskanal. Der Aussteller nutzt den Stand, um Bestandskunden zu treffen und diese über neue Produkte zu informieren. Gleichzeitig spielt die Neukundenakquise eine wichtige Rolle. Auf einer Messe halten sich zahlreiche Besucher auf, die sich für ein produktrelevantes Thema interessieren und damit zu potentiellen Neukunden werden. Bei der Planung des Messestandes gibt es also viele Details zu beachten, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.  Ein wichtiger Punkt ist die Wahl des passenden Standtypen. Diese weisen alle unterschiedliche Funktionen auf, woraus sich verschiedene Vor- und Nachteile des jeweiligen Messestands ergeben.

Die wichtigsten Unterscheidungskriterien sind:

  • Erwartete Besucherfrequenz

  • Quadratmeterpreis

  • Gewünschte Funktionen

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei den unterschiedlichen Messestandtypen?

1. Reihenstand

Beim Reihenstand gibt es drei geschlossene Wände. Die Besucher erreichen den Stand von nur einer Seite.

Vorteile:

    • Kosten: niedrigster Quadratmeter-Preis

    • Branding: Die vielen Wandflächen bieten eine sehr große Auswahl an Werbemöglichkeiten (z.B. Plakate, Screens, Produktwände, etc.).

    • Verfügbarkeit: Auch noch kurzfristig verfügbar, da er meist die häufigste Variante auf einer Ausstellung ist.

    • Spezial: Das Stand-Design (z.B. Möblierung, Branding, etc.) kann einfach und kostengünstig gestaltet werden und ggf. auch auf anderen Messen wiederverwendet werden.

Nachteile:

    • Besucherverkehr: Es gibt nur einen Laufweg, von welchem der Stand zugänglich ist.

    • Sichtbarkeit: Der Stand kann in der Menge leicht übersehen werden.

    • Spezial: Um mehr Aufmerksamkeit zu generieren ist ein auffallendes Messestand-Design nötig.

2. Eckstand

Beim Eckstand gibt es zwei geschlossene Wände an nebeneinanderliegenden Ecken. Die Besucher erreichen den Stand von zwei Seiten.

Vorteile:

    • Besucherverkehr: Es gibt zwei Laufwege, von welchen der Stand für Besucher zugänglich ist.

    • Sichtbarkeit: Der Stand ist von zwei Seiten aus gut sichtbar und auffälliger als ein einfacher Reihenstand.

    • Branding: Zwei Wandflächen bieten ausreichend viele Werbemöglichkeiten.

    • Spezial: Werden viele diskrete Gespräche geführt eignet sich die geschlossene Ecke ideal für die Einbindung eines separaten Raums.

Nachteile:

    • Kosten: mittlerer Quadratmeter-Preis

    • Verfügbarkeit: Ist nur begrenzt verfügbar, also kurzfristig oft nicht mehr buchbar.

3. Durchgangsstand

Beim Durchgangsstand sind jeweils zwei gegenüberliegende Seiten des Standes offen bzw. geschlossen. Die Besucher erreichen den Stand von zwei Seiten.

Vorteile:

    • Kosten: günstiger bis mittlerer Quadratmeter-Preis

    • Besucherverkehr: Es gibt zwei Laufwege, von welchen der Stand für Besucher zugänglich ist. Zusätzlich wird der Stand als Durchgang genutzt, um von einer Messestraße zur Nächsten zu kommen. Die potentielle Besucherzahl erhöht sich.

    • Sichtbarkeit: Je nach Standort und Größe ist der Stand gut sichtbar oder auch leicht zu übersehen.

    • Branding: Zwei Wandflächen bieten ausreichend Werbemöglichkeiten. Jedoch muss bedacht werden, dass der Durchgangsweg für die Besucher nicht versperrt bzw. „zugestellt“ wird.

Nachteile:

    • Besucherverkehr: Ein erfahrenes Sales-Team muss erkennen, welche Besucher tatsächlich wertvoll sind und nicht nur die Messestraße wechseln möchten.

    • Verfügbarkeit: Dieser Standtyp ist relativ selten und daher oft nicht buchbar.

    • Spezial: Das Stand-Design ist nicht besonders flexibel zu gestalten, da Durchgangswege freigehalten werden müssen.

4. Kopfstand

Beim Kopfstand gibt es drei offene Seiten und nur eine geschlossene Wand. Die Besucher erreichen den Stand von drei Seiten.

Vorteile:

    • Besucherverkehr: Es gibt drei Laufwege, von welchen der Stand für Besucher zugänglich ist.

    • Sichtbarkeit: Der Stand ist von vielen Seiten sehr gut sichtbar.

Nachteile:

    • Kosten: mittlerer bis hoher Quadratmeter-Preis

    • Branding: Da es nur eine Wandfläche gibt, müssen alternative Werbemöglichkeiten, wie mobile Banner oder Screens, eingesetzt werden.

    • Verfügbarkeit: Ist nur begrenzt verfügbar, also kurzfristig oft nicht mehr buchbar.

5. Inselstand

Der Inselstand befindet sich abseits der anderen Messestände. Alle Seiten sind in der Regel frei für die Besucher zugänglich.

Vorteile:

    • Besucherverkehr: Die Besucher erreichen den Stand sehr gut von allen Seiten.

    • Sichtbarkeit: Der Stand ist meist sehr zentral platziert und von allen Seiten auch aus größerer Entfernung sehr gut sichtbar.

    • Spezial: Es gibt viel Gestaltungsfreiheit beim Stand-Design, da keine vordefinierten Wandflächen miteinberechnet werden müssen.

Nachteile:

    • Kosten: höchster Quadratmeter-Preis

    • Branding: Da es keine vordefinierten Wandflächen gibt, müssen alternative Werbemöglichkeiten, wie mobile Banner oder Screens, genutzt werden.

    • Verfügbarkeit: Ist nur begrenzt verfügbar, also kurzfristig oft nicht mehr buchbar.

6. Etagenstand

Der Etagenstand kann grundsätzlich aus allen der vorangegangen Standtypen bestehen, wobei er sich über mehrere (in der Regel zwei) Stockwerke erstreckt.

Vorteile:

    • Besucherverkehr: Der Stand ist je nach Typ unterschiedlich gut zugänglich.

    • Sichtbarkeit: Der Stand ist meist sehr zentral platziert und von allen Seiten auch aus sehr großer Entfernung sehr gut sichtbar. Eine hohe Aufmerksamkeit ist garantiert.

    • Branding: Es gibt doppelt so viel Fläche und damit mehr Möglichkeiten, um Werbebotschaften zu platzieren.

    • Spezial: Durch die 2. Etage kann ein gezieltes „VIP-Gefühl“ erzeugt werden („Wer wird nach oben eingeladen?“).

    • Spezial: Eine doppelt so hohe Fläche bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten beim Messestand-Design.

Nachteile:

    • Kosten: hoher Quadratmeter-Preis (variiert je nach Standtyp)

    • Verfügbarkeit: Ist nur begrenzt verfügbar, also kurzfristig oft nicht mehr buchbar.

    • Spezial: Für eine 2. Etage müssen gesonderte, teils aufwendige Baugenehmigungen von der Messe eingeholt werden. Außerdem erfordert ein aufwendiger Messestand viel Planungszeit und allgemein höhere Budgets.

Auswahl des Messestandtyps

Bevor der Aussteller jedoch den Messestandtyp auswählt, sollte er unbedingt festlegen, wie er seinen Messestand gestalten möchte.

Folgende Möglichkeiten stehen für das Stand-Design zur Auswahl:

  1. Modularer Stand: Individuelle Ausstattung und eigener Aufbau.

  2. Fertiger Stand: Einheitliche Ausstattung vom Veranstalter zur Verfügung gestellt und von diesem aufgebaut.

Hierbei gibt es selbstverständlich nochmals deutliche Kostenunterschiede.

Entscheidend bei der Wahl des Messestandtypen sind jedoch vorrangig die jeweiligen Messeziele. Je nach Bekanntheitsgrad des Ausstellers bzw. des Produkts ist die Besucherfrequenz ein wichtiges Auswahlkriterium. Die doo-Plattform kann bei der Steigerung der Anzahl an relevanten Standbesuchern entscheidend zum Erfolg beitragen.

Nicht zuletzt spielt aber auch der Quadratmeterpreis immer eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des passenden Messestandtypen.

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