Wenn man eine Befragung vornimmt, sollte man ein paar Dinge im Vorfeld beachten. Denn nur mit zielgerichtetem Feedback ist man in der Lage, Optimierungen herbeizuführen.
Kritisch ist in erster Linie der Zeitpunkt der Befragung
. Je nach Ziel kann die Umfrage vor, während und nach dem Event erfolgen.
Beispiele: Fragen vor dem Event:
- Welche Themen sind für das kommende Event interessant?
- Bevorzugen die Teilnehmer ein zwangloses Barbecue im Stehen oder ein feines gesetztes Dinner?
- Würden die Gäste lieber live oder digital teilnehmen?
- Welche Sorgen und Ziele hat der Teilnehmer?
Beispiele: Fragen während des Events:
- Wie ist die aktuelle Stimmung?
- Wie gefällt den Teilnehmern Workshop 3?
- Wie beurteilen die Aussteller die Besucherqualität an Messetag 2?
Beispiele: Fragen nach dem Event:
- Was hat den Gästen gut (Highlights) und weniger gut gefallen?
- In wieweit wurden die Erwartungen erfüllt?
- Welches war der interessanteste Vortrag und warum?
- Würden die Teilnehmer beim nächsten Mal wieder teilnehmen und das Event sogar weiterempfehlen?
- Hat die Veranstaltung die Einstellung zu einem bestimmten Thema verändert?
- Gibt es konkrete Verbesserungsvorschläge?
Die Feedback Abfrage nach dem Event sollte unbedingt zeitnah
erfolgen, solange die Eindrücke noch frisch
sind und der Befragte sich erinnern kann. Im Rahmen eines Events zeugt eine schnelle Befragung zudem von Professionalität und Wertschätzung und rundet die Veranstaltung ab.
Tipp: Weitere relevante Beispiel Fragen für die einzelnen Teilnehmergruppen finden Sie im Blogartikel „ Feedback: mit den richtigen Fragen zum Event-Erfolg
”.
Ziele der Umfrage:
Zudem ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen, um die passenden Antworten zu bekommen. Daher sollte man sich überlegen, was genau man erfahren bzw. welche Ziele man mit seiner Umfrage erreichen möchte
. Praktisch ist es hierbei, „vom Ende zu denken“
. Möchte man beispielsweise erfahren, ob ein Teilnehmer zum nächsten Event kommt, lohnt sich ein Blick in die Voraussetzungen hierfür. Kriterien für ein erneutes Erscheinen können sein:
- Interesse (-> Frage nach Inhalten)
- Budget (-> Frage nach Preisstruktur)
- Verfügbarkeit (-> Frage nach Terminierung)
- Organisation (-> Fragen zur Anreise und Unterkunft)
Zeitaufwand: Anzahl und Arten von Fragen
Eine fundierte Meinung einzuholen, bedeutet für den Befragten immer einen gewissen Zeitaufwand
. Um diesen zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit zur Teilnahme zu erhöhen, lohnt sich eine gute Struktur in der Fragestellung. So sind Multiple Choice-Fragen
(Mehrfachauswahl oder Schulnotenskala) relativ unkompliziert. Offene Fragen
ermöglichen individuellere Angaben, bedeuten aber auch mehr Zeitaufwand beim Beantworten und bei der Auswertung. Durchdenken Sie also bereits vorab, welche Fragen wirklich wichtig und zielgerichtet sind. Ferner ist es hilfreich vorab anzugeben, wie viel Zeit
die Feedback Abfrage circa in Anspruch nehmen wird.
Tipp: Mithilfe einer entsprechenden Software können bestimmte Teile einer digitalen Umfrage auch vorbefüllt werden. Die gilt z.B. falls die Umfrage nicht anonym ist für die Kontaktdaten oder wenn ein Teilnehmer bereits im Newsletter auf eine bestimmte Anzahl Sterne geklickt hat.