Dos and Don’ts: Das Oktoberfest als Corporate Event

Christoph Sedlmeir • 20. September 2016

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Es ist wieder Zeit für das Oktoberfest! Das Bier fließt, die Hähnchen sind knusprig, die Tracht wurde aus dem Keller geholt und “Ein Prosit der Gemütlichkeit” läuft in Dauerschleife.

Oktoberfest als Corporate Event

Das Oktoberfest eignet sich perfekt zum Networking

Der einheimische Münchner stöhnt unter der Last der Millionen Gäste auf. Doch immer mehr hiesige Unternehmen nutzen die Chance ein außergewöhnliches Corporate Event ins Leben zu rufen: Sei es ein Firmenausflug auf die Wiesn mit den Mitarbeitern oder ein großes Networking Event mit Partnern von nah und fern.

Egal welche Art von Veranstaltung während der Wiesn es für Sie gilt zu organisieren, wir haben 8 wertvolle Dos and Don’ts gesammelt, die Sie auf jeden Fall bei der Planung berücksichtigen sollten.

Auf geht’s!

1. Obacht bei der Wahl der Oktoberfest-Location

Schon bei der Wahl des richtigen Festzeltes sollten Sie äußerst strategisch und bedacht an die Sache herangehen. Das Hofbräu-Zelt zum Beispiel ist ein reines Party-Zelt, in dem sich vor allem die Touristen tummeln. Für Networking wahrscheinlich eher weniger geeignet. Das Hacker-Zelt ist äußerst beliebt bei den Jugendlichen und das Augustiner-Zelt eher bei den Traditionellen.

Halten Sie Aspekte wie Biermarke, Musikauswahl, Ambiente und Publikum im Auge! Sehr beliebt sind deshalb auch die Tische auf dem Balkon oder in einer Box.

Eine gute Alternative kann oftmals auch einfach ein Biergarten sein. Wer sagt, dass Sie Ihre Kunden, Mitarbeiter oder Partner in ein Festzelt schleppen müssen?

Nach einem ausgiebigen Besuch auf dem Festgelände lässt sich auch wunderbar in einen der schönen Münchner Biergärten einkehren. Das spart Zeit, Nerven und vor allem Geld. Und Bier gibt es dort auch!

2. Es gibt nix bessas wia wos guads: Bayrisches Essen

Apropos Bier. Zu einer Mass gehört eine gute Grundlage. Nicht umsonst wurden 2015 ganze 122 Ochsen und 51 Kälber verspeist. Neben den Klassikern, finden sich vor allem auf dem Festgelände einige kulinarische Spezialitäten wie bayerische Burger, Hot Dogs und vor allem Süßigkeiten.

Der Tipp unserer Eventprofis: Bleiben Sie bei Hendl, Schweinebraten und Co. Eine Breze mit Obazdn oder eine ausgiebige Käseplatte freut den auswärtigen Geschäftspartner meist genauso wie Ihre Mitarbeiter. Am Nachmittag lohnt sich übrigens auch mal der Sprung ins “ Gugelhupf ” auf Kaffee und Kuchen.

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Verteilen Sie Essensmarken und laden Sie Ihre Gäste einfach auf ein traditionelles, altbewährtes Gericht ein. Einzige Regel: Weißwurst gibt es nur vor 12 Uhr!

3. Mia san mia: Die Musik gehört dazu

Klassischer Weise wird bis 18 Uhr auf dem Oktoberfest nur traditionelle Blasmusik gespielt. Danach gesellen sich zum unumgänglichen “Ein Prosit der Gemütlichkeit” Helene Fischer, die Spider Murphy Gang und DJ Ötzi hinzu.

Auch wenn das nicht dem klassischen Musikgeschmack Ihrer Stakeholder entspricht, so gehört es zur Wiesn einfach dazu. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, irgendwie macht es doch Spaß.

Wichtig ist nur: Bereiten Sie Ihre Gäste darauf vor. Während bis 18 Uhr die ruhigere Atmosphäre noch zum Unterhalten einlädt, darf später gerne mitgesungen werden.

Geben Sie Ihren Gästen nicht das Gefühl hier fremd zu sein. Bereiten Sie doch einfach ein Büchlein mit den bekanntesten Wiesn-Hits vor, gedruckt oder als PDF, und geben Sie es ihnen mit auf den Weg. Dann klappt es auch ganz sicher mit der Stimmung, wenn es wieder heißt: “I will wieder ham, fühl mi do so allan. I brauch ka grosse Welt, i will ham nach Fürstenfeld.”

5. Tracht ist Pflicht! Wenn scho, dann gscheit!  

Das Outfit ist ein ganz schwieriges Thema, auch unter Einheimischen. Für die Männer ist die Lederhose und ein weißes oder kariertes Hemd Pflicht. Wer statt den traditionellen Haferl-Schuhen und Stricksocken gewöhnliche Straßenschuhe trägt, macht sich lächerlich.

Die Frauen können hingegen mit einem ordentlichen Dirndl kaum etwas falsch machen. Obacht jedoch bei der Position der Schleife am Dirndl: Links signalisiert, dass man offen für Flirts ist. Ist sie rechts gebunden bedeutet das ‚Ich bin vergeben’. Eine mittig getragene Schleife bedeutet das Mädel ist Jungfrau. Die Schleife hinterm Rücken tragen hingegen nur Kellnerinnen und Witwen.

Tipp: Qualität zahlt sich aus. Nichts ist schlimmer als eine billige, lapprige Lederhose oder ein knallbuntes und viel zu kurzes Dirndl.

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, Partner und Klienten dazu Tracht zu tragen. Es wird sich auf jeden Fall positiv auf die Stimmung und auf das Teamgefühl auswirken.

6. A Mass tringa – aber in Maßen!

Wir werden einen Teufel tun und Ihnen das Bier auf dem Oktoberfest verbieten. Im Gegenteil: Es gehört einfach dazu und fördert die Kommunikation. Es kommt eben auf den berühmten goldenen Mittelweg an.

Bei Corporate Events auf dem Oktoberfest werden keine Neugeschäfte abgeschlossen, aber es werden bestehende Beziehungen gepflegt. Nach ein oder zwei Mass ist man bereit offener über gewisse Themen zu reden. Zu fortgeschrittener Stunde wechselt man dann schnell zum Du. Man lernt sein Gegenüber auf privater Ebene kennen, was später die Zusammenarbeit auf geschäftlicher Ebene erleichtert.

Wichtig ist nur: Übertreiben Sie es nicht. Ähnlich wie bei Weihnachtsfeiern sollte der Wiesn-Besuch nicht in einem Gelage enden. Das Tanzen auf den Tischen ist ein genauso großes No Go wie das Flirten mit der Sekretärin nach der vierten Mass.

Der Doode haut den Lukas

Obacht: Übertreiben Sie es nicht!

7. Hotel und Unterkunft zur Wiesn – A so a Schmarrn!

In München eine bezahlbare Unterkunft zu finden, ist immer schwierig – zur Wiesn ist das nahezu unmöglich. Hotelbetreiber erhöhen die Preise für ein Zimmer während der Wiesn-Tage teilweise um über 75 Prozent und sind trotzdem ein halbes Jahr vorher ausgebucht.

Wer ein Event zum Oktoberfest in München plant und für seine Gäste eine günstige Übernachtungsmöglichkeit sucht, für den haben unsere Eventprofis zwei Tipps: Raus ins Umland und private Wohnungen.

Das Münchner Umland ist mit seinem S- und U-Bahn-Netz sehr gut an die Stadt angebunden, weswegen sich der geringe Mehraufwand auf jeden Fall lohnen kann. In der Region gibt es zahlreiche Hotels, Jugendherbergen und Bed & Breakfasts, die trotzdem noch erschwinglich sind.

Wer es lieber etwas zentraler haben will, für den bleibt nur noch die Suche nach Einheimischen, die Ihre Wohnung zum Beispiel via AirBnB oder Couchsurfing anbieten. Viele Münchner flüchten Ende September regelrecht aus der Stadt, weswegen die Chancen für eine gute Wohnung gar nicht so gering sind.

8. Back mas – Ein Rahmenprogramm in Minga!

Auch wenn es während der Wiesn nicht den Eindruck macht, so hat München doch weit mehr zu bieten als nur das größte Volksfest der Welt. Planen Sie für Ihre Gästen ein Rahmenprogramm, das sie auch mal über die Grenzen der Theresienwiese hinaus lockt.

Sehr zu empfehlen ist vor allem ein Besuch im Englischen Garten, ein Aufstieg auf den Alten Peter mit Sicht bis zu den Alpen oder ein Kaffee direkt am Marienplatz.

Ein passendes und gemütliches Rahmenprogramm sorgt nicht nur für Abwechslung unter Ihren Gästen sondern auch für eine höhere Planungssicherheit. Ein einziger Tag auf dem Oktoberfest reicht vollkommen aus. Danach wird es Zeit abzuschalten und die Stadt zu genießen, um sich frisch gestärkt sowie mit neuen kulturellen Eindrücken wieder dem Geschäft zu widmen.

Fazit

Das Oktoberfest kann der ideale Austragungsort für Ihr nächstes Corporate Event sein. Laden Sie Ihre Mitarbeiter ein, organisieren Sie ein oder zwei Tische und spendieren Sie ein Hendl und eine Maß. Das fördert nicht nur das Gemeinschaftsgefühl im Team sondern es zeigt auch, dass Ihnen die Kollegen am Herzen liegen. Oder aber Sie laden Klienten, Partner und Investoren ein, um bestehende Geschäftsbeziehung zu pflegen und neue zu erschließen.  

Egal um welches Corporate Event es sich auch handelt, fangen Sie frühzeitig mit der Planung an und feiern Sie mit Maß, damit der Besuch auf der Wiesn kein peinlicher Reinfall wird.

Beherzigen Sie unsere Tipps und heben Sie Ihr Eventmanagement auf ein neues Level – und nicht den Alkoholpegel!

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